Amor, quī omnibus debētur

Liebe, die allen gebührt – das muss der Grundsatz eines jeden Christgläubigen sein. In der heutigen Gesellschaft lässt sich ein Wandel beobachten: Der Mensch von heute folgt dem Individualismus und nicht mehr dem Kollektiv. Oberflächlich betrachtet scheint dieser Wandel etwas Gutes zu sein, voller Möglichkeiten und neuer Entwicklungswege. Doch er erschwert der Kirche die Aufgabe, alle auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.

Dieser Lebensstil wendet den Blick des Menschen von hierarchischen Mustern gänzlich ab. So kommt es, dass sich viele Menschen sowohl geistlichen als auch moralischen Impulsen entgegenstellen. Es ist daher kein Geheimnis, dass Ungläubige bei Wegweisungen oder Gesprächen über Gott oft unbewusst in alten, hierarchischen Denkmustern verharren. In solchen Gesprächen nützt selbst das bestgewählte Wort wenig. Wenn jemand in dieser Denkweise gefangen ist, wendet er sich dagegen. Häufig folgen Antworten, die ein altes und falsches Bild der Kirche widerspiegeln. So kann es geschehen, dass man der Person am Ende des Tages mehr schadet, als hätte man gar nicht gesprochen.

Viele Menschen, besonders in Europa, verbinden mit der Kirche Machtmissbrauch, politische Intrigen und Selbsterhöhung. Deshalb ist es die Aufgabe der Kirche von heute, zu zeigen, wer wir wirklich sind. Wir alle sind Lämmer, die von Gott getragen werden. Dieses Bild gilt es zu vermitteln und zu leben.

Nun sollten wir uns die Frage stellen: Wie ist es möglich, von der barmherzigen, warmen und befreienden Liebe Gottes zu sprechen und seine Herrlichkeit zu verkünden? Wir können uns hierbei auf ein beliebtes Zitat beziehen: „Sprich nicht von Gott, wenn du nicht gefragt wirst, aber lebe so, dass du gefragt wirst.“ Folgen wir dieser Weisung, kann es uns in dieser schweren Zeit gelingen, Menschen zu erreichen – indem wir selbst zur Liebe werden und sie ohne Rückhalt ausgießen.

In der heutigen Zeit sind gezielte Worte wertvoller als jede erdenkliche Warnung. Der Mensch von heute hat die Gottesfurcht abgelegt und sucht vergeblich nach eigener Vollendung und einem Sinn. Bei diesem unmöglichen Unterfangen ist es selbstverständlich, dass sich Frust aufbaut. Sie suchen nach etwas, das sie nie finden werden. Genau mit diesem Wissen müssen wir den Menschen begegnen – nicht als leuchtende Wegweiser, sondern als mitfühlende Schwestern und Brüder. Zu sehen, wie sie sich winden und drehen, obwohl die Antwort so einfach und doch beinahe ungreifbar ist, schmerzt. Darum sollte es unsere Aufgabe sein, für die verlorenen Menschen zu beten und ihnen mit der Liebe beizustehen, die wir von Gott empfangen haben – nicht als wertende, sondern als mitleidende Menschen.

Für uns Christen ist es stets die höchste Aufgabe, unsere Nächsten zu lieben und für sie zu beten – ganz gleich, wer sie sind. Gleichzeitig müssen wir akzeptieren, wenn Menschen sich von Gott abwenden und einen Weg wählen, der in die ewige Verdammnis führt. Darin liegt das Geschenk Gottes: die Freiheit.

Als Kirche müssen wir das Netz sein, das von Gott ausgeworfen wird. Jeder trägt zu diesem Netz gleich viel bei – ob Papst, Bischof, Priester, Laie oder Gläubiger. Wir alle repräsentieren die Liebe Gottes. Es ist eine große und erfüllende Verantwortung, die uns zuteilgeworden ist – doch gemeinsam können und werden wir sie bewältigen. All unser Tun soll zur Ehre Gottes geschehen. Auch wenn wir manche nicht erreichen können, müssen wir uns stets vor Augen halten: Nicht wir sind es, die die Fische an Land ziehen – sondern Gott ist es, und wir sind sein Netz. Das kann nur gelingen, wenn wir als Kirche ein beständiges Netz bleiben und uns gegenseitig stärken.

Es sei gesagt: Ich bin kein Theologe, nur ein Laie der katholischen Kirche – nehmt daher meine Gedanken bitte nur als Denkanstoß wahr.

Betrachtung der Schöpfung

Wenn wir die Schöpfung betrachten, erkennen wir, dass jedes Geschaffene in sich vollkommen ist. Nichts besteht zufällig; alles folgt einer Ordnung und ist auf das Gesetz Gottes hin geschaffen. Die Erde kreist um die Sonne, der Mond um die Erde, und die Sterne ziehen ihre Bahnen. Das Zusammenspiel zwischen Fauna und Flora und die stetigen Anpassungen aller Lebewesen zeigen: Alles hat seinen Grund, der im Kern vom Göttlichen stammt. Gott hat die Schöpfung vollendet, und genau deshalb bedarf es keiner ständigen Aufsicht.

Darum erscheint uns die Welt oft unberechenbar – nicht weil Gott fern wäre, sondern weil jedes Geschaffene in seiner eigenen Weise handelt. Die Selbständigkeit ist es, welche Unsicherheit und Ungewissheit erzeugt, denn wir können ihren Ursprung nicht ergründen. Alles, was ist, entspringt dem Geheimnis Gottes, und dieses Geheimnis übersteigt unser Denken.

Die Ungewissheit trifft den Menschen in besonderer Weise. Denn der Mensch ist mit freiem Willen geschaffen und wurde mit seinem Geist zum Abbild Gottes geformt. Der Mensch darf: wählen, handeln, irren und wachsen. Doch genau diese Freiheit macht sein Leben unsicher, denn sie bedeutet, dass die Zukunft uns ungewiss ist. Wir wandeln im Dunkel, weil unser Wissen begrenzt ist und unser Urteil oft von Leidenschaften getrübt wird. Aus diesem Grund erkennen wir das Rechte meist erst am Ende, wenn die Folgen unseres Handelns offenbar werden.

Der Mensch ist nicht geschaffen, um für alles Verantwortung zu tragen, alles erklären zu können oder stets recht zu handeln; denn wir sind auf Erden unvollkommen. Da Gott nicht über die Welt herrscht wie ein Mensch über sein Kind, wäre es falsch zu sagen, Gott sei schuld an Naturkatastrophen, schweren Schicksalsschlägen oder mangelnder Nächstenliebe. Gott liebt seine Schöpfung und findet so sehr Gefallen an ihr, dass er selbst Teil seiner Schöpfung wurde – nicht weil er musste, sondern weil er es um unseres Heiles willen wollte. Er lebt mit uns und leidet mit uns. Gott versteht uns und hat uns mit seinem Sohn, unserem Herrn Jesus Christus, nicht nur erlöst, sondern auch gezeigt, wie ein vollkommener Mensch lebt: nicht in Allwissenheit, sondern im Vertrauen auf Gott den Vater. Durch das Leben Jesu können wir den Schluss fassen, dass das irdische Leben nur von kurzer Dauer ist; und auch wenn wir vom Ewigen nur ein Bruchteil wissen, so ist es uns doch bereits zugesprochen durch das Leben, das Sterben und die Auferstehung Christi.

So ist die Liebe Gottes ein Geschenk, das wir im Laufe unseres Lebens ergründen dürfen. Wer auf Gott den Herrn vertraut, vertraut nicht auf sein eigenes, unvollständiges Wissen, sondern auf den Ursprung aller Weisheit. Der freie Wille ist darum ein Segen und eine Prüfung zugleich: Segen, weil wir gestalten, schaffen und wirken können; Prüfung, weil wir zuerst erkennen müssen, dass wir stets in unseren Schwächen gebunden bleiben und diese unsere Urteile beeinflussen.

Die Menschheit als Ganzes erscheint groß und imposant, doch der einzelne Mensch ist nur ein kleiner Teil des Ganzen und dennoch von Gott geliebt. Im Angesicht der gesamten Menschheitsgeschichte schaut Gott nicht auf unseren Beitrag, sondern auf unser Herz und dessen innere Haltung. Denn es ist nicht unsere Leistung, die zählt. Irdisches vergeht: Reiche fallen, Ideologien vergehen, Werke zerbrechen. Nichts außer Gott überdauert die Zeit.

Darum bleibt die Frage: Was ist der Grund unseres Seins? Es liegt im Erkennen, dass wir ohne Gott verloren sind – nicht erst im ewigen Leben, sondern schon hier und jetzt auf Erden. Eine Seele, die sich selbst verliert, gleicht einem Blatt, das vom Wind getrieben wird, bis es schließlich dem natürlichen Verfall unterliegt. Doch der Mensch ist für mehr geschaffen als für bloß irdisches Wirken. Wer an die Tür seines Herzens klopft, dem wird geöffnet; wer sucht, der findet; wer fragt, dem wird geantwortet – Weisheiten, die uns unser Herr Jesus Christus bereits vor beinahe zwei Jahrtausenden zusprach.

Es ist töricht zu glauben, wir hätten die Antwort auf alles. Der Mensch besitzt viele Mittel, doch er verschwendet sie oft an vergängliche Dinge: an Trends, Ideologien, Intrigen und andere Früchte der Menschheit. Stattdessen soll er auf das schauen, was ihm aufgetragen ist. Denn jeder Mensch hat seinen eigenen Weg und seinen eigenen Auftrag, mit dem er seinen Beitrag zur Geschichte leisten kann – nicht im Urteil über den anderen, sondern im treuen Wandel mit Gott.

Kann man die Selige Jungfrau Maria zu sehr lieben?

  • Wer ist Maria?

Um unsere Verehrung der Heiligen Gottesgebärerin zu verstehen, muss man verstehen, wer Maria ist. Maria stammt aus Nazareth und war mit dem heiligen Joseph bei der Verkündigung des Engels bereits vermählt. Nach der Verkündigung heirateten die beiden. So wurde nach jüdischem Recht auch die Prophezeiung erfüllt, dass der Messias aus dem Hause Davids stammt. Sie ist ein Mensch mit einer einmaligen Berufung, sie wurde sorgfältig von Gott erwählt, um seinen Sohn zu gebären. Sie ist diejenige, die unser Heil trug, und durch ihren Gehorsam konnte Gott uns alle von der Erbsünde retten und uns mit ihm versöhnen. Maria ist die neue Eva, während durch Evas Ungehorsam der Tod eintrat, brachte die heilige Maria mit ihrem „Fiat“, das bedeutet „mir geschehe nach deinem Wort“, uns Leben und Hoffnung. Die heilige Gottesmutter ist von Geburt an frei von jeder Sünde und zeigt uns, wie auch wir eines Tages sein werden – als vollkommene Menschen in Gottes Gegenwart.

  • Das Wunder

An dem Tag, an dem der Plan Gottes auf Erden anfangen sollte, wurde Maria vom Engel Gabriel gegrüßt, dieser verkündete ihr, sie werde einen Sohn bekommen, dieser soll den Namen Jesus tragen. Maria war verwundert und fragte „Wie soll das Geschehen?“, denn sie war Jungfrau. Sie wusste auch, dass für Gott nichts unmöglich ist. So zweifelte Maria nicht und stimmte dem ihr noch unbekannten Plan Gottes zu und so überschattete der Heilige Geist Maria. Maria war bei der Geburt Jesu Jungfrau und ist es ihr Leben lang geblieben. Maria ist uns ein Beispiel für Gehorsam, Vertrauen und Freude. Denn wie wir lesen können, freute sich Maria sehr über ihre Aufgabe und ihrem Dienst, wie es in Lukas 1,46-54 heißt: „Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen“

  • Die Fürsprache Mariens

Bei der Hochzeit von Kana können wir gut erkennen, wie sehr Jesus seine Mutter liebt und schätzt. Als der Wein bei der Hochzeit leer ward, traten die Diener zu Maria und erzählten ihr davon. Maria wusste, wer ihr Kind ist, so trat sie an Jesus heran und bat ihn um Hilfe. Jesus antwortete in Johannes 2,4 „Frau, was willst du von mir? Meine Stunde ist noch nicht gekommen“. Dies mag nach heutigem Verständnis des Begriffs „Frau“ für die eigene Mutter distanziert und kalt wirken, doch damals war es ein ehrwürdiger und respektvoller Titel, der dem heutigen „Herrin“ Titel ähnelt. Das entscheidende, was Jesus hier sagte, war „Meine Stunde ist noch nicht gekommen“, Jesus wusste, er muss den Auftrag des Vaters folgen und die Stunde, um Wunder zu verrichten, war noch nicht gekommen. Jesus liebte Maria aber so sehr, dass er dennoch für sie das erste Wunder vollbrachte, er verwandelte das Wasser in Wein. Die Fürsprache Mariens ist kraftvoll und bedeutend. Jesus hört auf die Fürsprache seiner Mutter, weil sie vollkommen mit seinem Willen vereint ist.

  • Maria wurde auch unsere Mutter

Als Jesus die Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zur Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich (Joh.19,26-27). Jesus übergab Maria seinen Jünger Johannes als Mutter. Denn es steht geschrieben, wenn wir uns taufen lassen auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, dann werden wir zu Brüdern und Schwestern Jesu, deshalb ist auch die heilige Gottesgebärerin auch unsere Mutter, die wir um Fürsprache bitten dürfen.

  • Marienverehrung

Kein Titel, keine Wörter würden der heiligen Maria würdig sein und sie beschreiben, wie sie es verdient. Unsere heilige Mutter ist gütig, sanft, liebevoll und zart – ihre Fürsorge gilt allen Menschen. Sie möchte jeden von uns zu Gott führen. Ihr Wesen ist rein und stets auf Gott gerichtet, wer Maria ehrt und liebt, der ehrt und liebt auch Gott. Niemand von uns kennt Jesus besser als Maria, sie ist der einzige Mensch der Gott am nächsten ist. Von ihr können wir lernen, ihr nachstreben und sie um Hilfe bitten. Die beste Weise Maria als Lehrmeisterin zu haben, ist das Rosenkranzgebet. Maria selbst brachte uns den Rosenkranz, sie schenkte ihm den heiligen Dominik. Er war der erste, der den Rosenkranz so wie wir ihn heute kennen betete. Mit der Hilfe Mariens durch den Rosenkranz, bekehrte Dominik, Heiden und brachte Menschen von Irrlehren zurück zur Kirche. Die Geheimnisse des Rosenkranzes lassen uns durch das gesamte Leben Jesu meditieren. Dabei lassen wir uns ganz von der heiligen Mutter führen, die uns sanft an die Hand nimmt und zu ihrem Sohn führt.

  • Kann man die Heilige Maria nun zu sehr lieben?

Nein, unser unvollkommenes Herz wäre nicht imstande die Heilige Maria zu sehr zu lieben. Sie ist diejenige, der wir Jesus zu verdanken haben, durch ihre Hingabe und ihren Glauben dürfen wir uns Kinder Gottes nennen. Sie ist ein Vorzeigebild der Menschheit – sie ist der Mensch den Gott vor dem Sündenfall ursprünglich geschaffen hat.

Eine Kirche ohne Maria wäre wie ein Haus ohne Mutter  
ein herzerschütternder Gedanke.

Es sei gesagt: Ich bin kein Theologe, nur ein angehender Laie der katholischen Kirche – nehmt daher meine Gedanken bitte nur als Denkanstoß wahr.

Warum sollten wir den Sonntagsgottesdienst besuchen?

1. Der Sonntag ist mehr als ein freier Tag – er ist der Tag, an dem die Kirche die Auferstehung des Herrn feiert. Es ist ein Tag des Lichtes, der Hoffnung und der Liebe. Es ist ein Tag der uns einlädt, uns zu besinnen und unsere Gedanken auf Gott zu lenken. Ein Tag an dem wir uns als Brüder und Schwestern versammeln, um Gott zu loben und zu Preisen für alles, was er für uns getan hat und noch immer verrichtet.

2. Unsere liebe Mutter die Kirche hat für die Menschen das Sonntagsgebot erhoben: es ist die Pflicht eines jeden Gläubigen die Sonntagsmesse andächtig beizuwohnen. Denn sie weiß, dass es um das Heil jedes Einzelnen geht und möchte ihre Gläubigen führen und stützen – wie eine gute Mutter ihre Kinder. Wir können Gott nur folgen, wenn wir ihm näherkommen und ergründen. Gott ist in seiner Kirche, die Braut Christi immer zugegen, im Tabernakel, der Gemeinschaft und den Sakramenten die Jesus für unser Heil geschaffen hat.

3. Sonntag wird Tag des Herren oder auch Dies Domini genannt, weil Jesus an jenen Tag nach dem Sabbat von den Toten auferstanden ist. Die Kirche hat das Sonntagsgebot erhoben, gegründet auf den Auftrag Christi und die apostolische Tradition. Denn Jesus sprach: Das ist mein Fleisch und mein Blut, dass zur Vergebung der Sünden gegeben wird – tut dies zu meinem Gedächtnis. In Johannes 6:54-56 heißt es „Wer mein Fleisch isst, und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tag. Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer mein Fleisch isst, und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.“

So lässt sich erschließen, dass es nicht nur ein symbolisches Zusammenkommen ist, sondern es ist der wahrhaftige Leib und das wahrhaftige Blut unseren Herrn Jesus Christus, der uns geboten hat, sein ewiges und heilbringendes Opfer zu zelebrieren.

Mit diesen Worten und dieses Gebot führte Jesus die heilige Eucharistie ein. Durch seine Gnade können die Priester Brot und Wein in sein Fleisch und sein Blut verwandeln, das nicht unseren Leib nähren soll, sondern, unser verkümmertes und ausgemagertes geistliches Wesen.

Wenn wir am Sonntag den Gottesdienst feiern, dann sind wir verbunden mit der Gesamtheit der Kirche auf Erden, die Selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen. Zusammen dürfen wir alle, Gott loben und preisen. Es ist ein wahrlich heiliger Tag den wir als Christen feiern dürfen.

4. Gemeinschaft ist das Herz unseres menschlichen Seins. Gott schuf uns nicht in Einsamkeit – er schuf uns als Soziale Wesen. Am Sonntag stärken wir nicht nur unsere Beziehung zu Gott und der Kirche, sondern auch die der Gemeinde. Dort, wo Menschen lieben und zusammenkommen, ist Gott zugegen. Aus diesem Grund sollten wir aufeinander Achten und uns stützen, so wie Gott es von uns möchte. Nur gemeinsam können wir Gott ergründen und folgen, wir spornen einander an und verhelfen uns gegenseitig so Gott näher zu kommen.

5. Der Sonntagsgottesdienst ist also nicht etwas Altes und abgelaufenes, sondern es ist die Aktive Einladung von Jesus selbst. Sie gilt heute genauso, wie sie zu Zeiten der Apostel galt. Nichts auf dieser Welt sollte uns größere Freude bereiten als sonntags in die Kirchen zu gehen, um dort Jesus zu begegnen. Denn er ist es, der uns seine Hand ausstreckt und uns helfen möchte. Wir sind diejenigen die entscheiden, ob wir die angebotene Hilfe und Rettung annehmen und uns heiligen lassen oder eben nicht.

Es sei gesagt: Ich bin kein Theologe, nur ein angehender Laie der katholischen Kirche – nehmt daher meine Gedanken bitte nur als Denkanstoß wahr.