Warum sollten wir den Sonntagsgottesdienst besuchen?

1. Der Sonntag ist mehr als ein freier Tag – er ist der Tag, an dem die Kirche die Auferstehung des Herrn feiert. Es ist ein Tag des Lichtes, der Hoffnung und der Liebe. Es ist ein Tag der uns einlädt, uns zu besinnen und unsere Gedanken auf Gott zu lenken. Ein Tag an dem wir uns als Brüder und Schwestern versammeln, um Gott zu loben und zu Preisen für alles, was er für uns getan hat und noch immer verrichtet.

2. Unsere liebe Mutter die Kirche hat für die Menschen das Sonntagsgebot erhoben: es ist die Pflicht eines jeden Gläubigen die Sonntagsmesse andächtig beizuwohnen. Denn sie weiß, dass es um das Heil jedes Einzelnen geht und möchte ihre Gläubigen führen und stützen – wie eine gute Mutter ihre Kinder. Wir können Gott nur folgen, wenn wir ihm näherkommen und ergründen. Gott ist in seiner Kirche, die Braut Christi immer zugegen, im Tabernakel, der Gemeinschaft und den Sakramenten die Jesus für unser Heil geschaffen hat.

3. Sonntag wird Tag des Herren oder auch Dies Domini genannt, weil Jesus an jenen Tag nach dem Sabbat von den Toten auferstanden ist. Die Kirche hat das Sonntagsgebot erhoben, gegründet auf den Auftrag Christi und die apostolische Tradition. Denn Jesus sprach: Das ist mein Fleisch und mein Blut, dass zur Vergebung der Sünden gegeben wird – tut dies zu meinem Gedächtnis. In Johannes 6:54-56 heißt es „Wer mein Fleisch isst, und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tag. Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer mein Fleisch isst, und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.“

So lässt sich erschließen, dass es nicht nur ein symbolisches Zusammenkommen ist, sondern es ist der wahrhaftige Leib und das wahrhaftige Blut unseren Herrn Jesus Christus, der uns geboten hat, sein ewiges und heilbringendes Opfer zu zelebrieren.

Mit diesen Worten und dieses Gebot führte Jesus die heilige Eucharistie ein. Durch seine Gnade können die Priester Brot und Wein in sein Fleisch und sein Blut verwandeln, das nicht unseren Leib nähren soll, sondern, unser verkümmertes und ausgemagertes geistliches Wesen.

Wenn wir am Sonntag den Gottesdienst feiern, dann sind wir verbunden mit der Gesamtheit der Kirche auf Erden, die Selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen. Zusammen dürfen wir alle, Gott loben und preisen. Es ist ein wahrlich heiliger Tag den wir als Christen feiern dürfen.

4. Gemeinschaft ist das Herz unseres menschlichen Seins. Gott schuf uns nicht in Einsamkeit – er schuf uns als Soziale Wesen. Am Sonntag stärken wir nicht nur unsere Beziehung zu Gott und der Kirche, sondern auch die der Gemeinde. Dort, wo Menschen lieben und zusammenkommen, ist Gott zugegen. Aus diesem Grund sollten wir aufeinander Achten und uns stützen, so wie Gott es von uns möchte. Nur gemeinsam können wir Gott ergründen und folgen, wir spornen einander an und verhelfen uns gegenseitig so Gott näher zu kommen.

5. Der Sonntagsgottesdienst ist also nicht etwas Altes und abgelaufenes, sondern es ist die Aktive Einladung von Jesus selbst. Sie gilt heute genauso, wie sie zu Zeiten der Apostel galt. Nichts auf dieser Welt sollte uns größere Freude bereiten als sonntags in die Kirchen zu gehen, um dort Jesus zu begegnen. Denn er ist es, der uns seine Hand ausstreckt und uns helfen möchte. Wir sind diejenigen die entscheiden, ob wir die angebotene Hilfe und Rettung annehmen und uns heiligen lassen oder eben nicht.

Es sei gesagt: Ich bin kein Theologe, nur ein angehender Laie der katholischen Kirche – nehmt daher meine Gedanken bitte nur als Denkanstoß wahr.

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